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Ab wann lohnt sich eine Bonitätsprüfung?

Kurz gesagt

Eine Bonitätsauskunft kostet je nach Anbieter und Tiefe wenige Euro bis mittlere zweistellige Beträge. Ein einziger vermiedener Ausfall trägt hunderte davon.

Die Rechnung geht trotzdem nicht immer auf: Bei kleinen Aufträgen und Stammkunden kostet die Prüfung mehr Aufmerksamkeit, als sie bringt.

Der Ansatzpunkt ist nicht jeder Kunde, sondern jeder größere Auftrag von jemandem, den Sie noch nicht kennen.

Lohnt sich die Prüfung bei Ihnen? Vier Fragen, eine Minute.

Die Rechnung ist einfacher, als sie aussieht

Sie stellen zwei Zahlen gegenüber: was die Abfragen im Jahr kosten und was Sie im Jahr an Neukunden verlieren. Wenn zwanzig Abfragen zu je zehn Euro einen einzigen Ausfall über 4.000 Euro verhindern, hat sich die Sache zwanzigfach gerechnet. Wenn im Jahr nichts ausfällt, waren es zweihundert Euro für ein besseres Gefühl.

Das Entscheidende ist deshalb nicht der Preis der Auskunft, sondern die Frage, wie oft Sie überhaupt fragen müssen. Wer jeden Kunden prüft, zahlt für hunderte Abfragen, von denen die allermeisten unauffällig sind.

Was eine Auskunft zeigt

Ihr Fall

Wie viel Risiko steckt in Ihren Neukunden?

Vier Fragen, eine Minute. Gerechnet wird nur mit dem, was Sie eingeben.

Frage 1 von 4

Wie viele Aufträge haben Sie im Jahr ungefähr?

Frage 2 von 4

Wie hoch ist ein typischer Auftrag?

Frage 3 von 4

Wie viele davon kommen von Kunden, die Sie nicht kennen?

Frage 4 von 4

Wie oft ist bei einem neuen Kunden schon etwas ausgefallen?

  • Aktenkundige Zahlungsstörungen: Mahnbescheide, Titel, Einträge aus Vollstreckungsverfahren, eidesstattliche Versicherungen.
  • Insolvenzverfahren, laufend oder abgeschlossen.
  • Bei Firmen: Existenz, Rechtsform, Sitz, Geschäftsführung, oft ein Bonitätsindex und eine empfohlene Kreditobergrenze.
  • Wie lange ein Unternehmen besteht. Junge Gesellschaften ohne Historie sind kein Ausschlusskriterium, aber ein Grund für eine Anzahlung.

Was sie nicht zeigt

Ob heute Geld auf dem Konto ist. Eine Auskunft blickt zurück, und die meisten Zahlungsprobleme beginnen, bevor sie irgendwo aktenkundig werden. Ein Betrieb, der seit acht Wochen in Schieflage ist, sieht in der Auskunft unauffällig aus. Deshalb ersetzt keine Prüfung die Anzahlung, sie ergänzt sie.

Eine Auskunft sagt Ihnen, wer früher nicht gezahlt hat. Eine Anzahlung sagt Ihnen, wer heute zahlen kann.

Was kostenlos geht

  1. Handelsregister: Existenz, Rechtsform, Vertretungsberechtigung. Wer im Angebot als GmbH auftritt, aber nicht eingetragen ist, ist eine Rückfrage wert.
  2. Veröffentlichte Jahresabschlüsse. Eine Gesellschaft, die seit Jahren nichts offenlegt, ist ein Signal, auch ohne dass Sie Bilanzen lesen können.
  3. Insolvenzbekanntmachungen. Kostenlos abrufbar und in dreißig Sekunden erledigt.
  4. Die eigene Historie. Der beste Indikator für das nächste Mal ist, wie derselbe Kunde beim letzten Mal gezahlt hat.

Was Sie mit dem Ergebnis machen

Eine schlechte Auskunft ist selten ein Grund, den Auftrag abzulehnen. Sie ist ein Grund, die Bedingungen zu ändern: Anzahlung, Abschläge, kürzeres Zahlungsziel, keine Materialbestellung vor Zahlungseingang. Der Auftrag bleibt, das Risiko sinkt.

Wichtig ist, dass Sie die Prüfung vor der Zusage machen, nicht danach. Nachträglich Bedingungen zu verschärfen ist schwierig und beschädigt den Start. Vor der Zusage ist es einfach eine Bedingung wie jede andere.

Häufige Fragen

Was kostet eine Bonitätsauskunft?

Je nach Anbieter, Tiefe und Abnahmemenge von wenigen Euro für eine einfache Firmenauskunft bis zu mittleren zweistelligen Beträgen für eine ausführliche. Vergleichen Sie vor allem, ob ein Grundpreis pro Monat dazukommt.

Darf ich einfach eine Auskunft über einen Kunden einholen?

Nur mit tragfähiger Rechtsgrundlage, in der Regel einem berechtigten Interesse bei einem konkret angebahnten Geschäft. Anlasslose Abfragen auf Vorrat sind nicht gedeckt, und bei Privatpersonen gelten strengere Maßstäbe.

Was ist besser: Auskunft oder Anzahlung?

Die Anzahlung, wenn Sie sich für eines entscheiden müssen. Sie kostet nichts und wirkt auf die heutige Zahlungsfähigkeit, während eine Auskunft nur zeigt, was in der Vergangenheit aktenkundig wurde. Bei größeren Aufträgen sind beide sinnvoll.

Was mache ich bei einer schlechten Auskunft?

Meist nicht ablehnen, sondern die Bedingungen ändern: Anzahlung, Abschläge, kürzeres Zahlungsziel, kein Materialeinkauf vor Zahlungseingang. Wichtig ist, das vor der Zusage zu klären, nicht danach.

Was kann ich kostenlos prüfen?

Handelsregister, veröffentlichte Jahresabschlüsse und Insolvenzbekanntmachungen. Das dauert wenige Minuten und macht die schweren Fälle in vielen Fällen bereits sichtbar.

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